Twitter ist in aller Munde. Es ist einer jener Internetdienste, die schlagartig geboomt sind und inzwischen schwappt die Begeisterung auch zu uns.
Was ist Twitter eigentlich?
Twitter ist ein Dienst, bei dem man 140-Zeichen-lange Nachrichten verschicken und empfangen kann. Man schreibt Kurznachrichten und empfängt diese, in dem man selbst anderen Twitterern folgt oder diese einem folgen, also ihre Updates (so heißen die einzelnen Nachrichten) abonniert.
Wer liest da was?
Nun, wenn man sich einen Account zugelegt hat, dann ist dieser mit allen Updates bzw Nachrichten auf der Twitterseite einzusehen! (Es sei denn, man schaltet seinen Account auf "Protected", also geschützt; dazu nachher mehr.)
Das muß man sich natürlich immer vor Augen führen. Auch wenn ich jemanden geblockt habe, so kann dieser doch immer noch meine gesamten Nachrichten lesen - er kann mir lediglich keine Antworten mehr schreiben und auch keine DMs (direkte Nachrichten).
Das ist dann auch die zweite Möglichkeit, miteinander zu schreiben: man schreibt sich direkte Nachrichten; diese stehen dann nicht in der Liste der Nachrichten (sog. "Timeline") und werden nur von demjenigen emfangen, an den sie gerichtet sind.
Die eigene Timeline ist einzusehen unter twitter.com/dein_twittername.
Und wie geht das?
Oft werde ich gefragt, wie man damit anfangen kann. Tja, gar nicht so einfach.
Natürlich muß man einerseits einen (völlig kostenlosen) Account bei Twitter haben.
Anschließend muß man sich überlegen, ob man Twitter nur durch die Webseite bedienen möchte - was relativ unübersichtlich und umständlich werden kann -, oder ob man sich eine der zahlreichen Desktopclients für Twitter besorgen möchte.
Solche Clients funktionieren in ähnlicher Weise wie bspw. ein Messenger und sind mehr oder weniger komfortabel bzw. stabil. Auf Twtter Fan Wiki kann man sich durch die große Liste der Desktopprogramme für Twitter einmal durchwühlen.
Ich persönlich finde tweetdeck, seesmic und Firefoxaddons wie Echofon ganz empfehlenswert.
Was nun?
Hat man selbst einen Account bei Twitter und beginnt, seine eigenen Updates zu veröffentlichen, dann kann man (theoretisch) von allen anderen Twitterern gelesen werden. Damit hat man allerdings noch keine anderen Twitterer selbst in seiner Follow-Liste!
Man muß also gleichzeitig andere, möglichst interessante Menschen bei Twitter finden, denen man dann folgt; dadurch erhält man automatisch die neuesten Updates, die diese Twitterer wiederum abschicken.
Wie man anderen Twitterern folgt, ist vom Twitterprogramm abhängig; während man auf der Webseite einfach auf den "Follow"-Button unter dem Profil des Users klickt, reicht in einem Twitterclient eigentlich ein Tweet mit dem Befehl "follow Twittername", und schon erhält man die Updates dieses Users.
Hier ein paar Tips, wie man auf interessante Twitterer stößt:
Schaue dir die Follower oder Following-Listen deiner Twitterfreunde an!
Sobald man selbst follower hat oder anderen folgt, kann man deren Profil einsehen (die ist ebenso wie die timeline unter twitter.com/dein_username zu finden). Dort sind die Listen mit den followern bzw following accounts; also alle twitterer, die dieser Person folgen bzw denen diese Person folgt.
Benutze die Suche!
Auf der Webseite kann man durch "Find People -> Find on Twitter" das gesamte Netz nach Schlagworten durchsuchen. Inzwischen gibt es sehr viele Webportale, TV-Sender und sonstige Medien, die ihre Updates auch twittern: so sind zB Google, NBC-News, aber auch deutsche Nachrichtensender wie N-TV und allerlei Boulevardzeitschriften auf Twitter. Man kann hier also nach Belieben nach Schlagwörtern und Personen suchen, je nachdem, was für Interessen man verfolgt.
Zu guter letzt noch einen Hinweis zur Suche: Ein großer Vorteil einiger Twitterclients ist die etwas ausgefeiltere Suche. Hier kann man nicht nur nach Twitternamen bzw Begriffen auf dem Twitterprofil suchen, sondern auch nach sog. Hashtags, dh mit # versehene Schlagwörter. Um selbst mit seinen Tweets gefunden zu werden, sollte man also auch dann und wann solche Schlüsselwörter in seine Tweets einbinden. Twittert man beispielsweise ein Video auf deiner Webseite, kann es nicht schaden, die Hashtags #video #cats #animals hinzuzufügen (wenn es sich um ein Katzenvideo handelt, versteht sich ).
Und nun, happy twittering! 
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